Coronavirus

Wir fassen wichtige Informationen für Sie zusammen

Von China ausgehend breitet sich derzeit das neue Coronavirus SARS-CoV-2 aus.
Inzwischen sind in allen Bundesländern, so auch in Sachsen, Infektionsfälle bestätigt worden. Angesichts der dynamischen Verbreitung des Coronavirus möchten wir Ihnen wichtige Informationen und Empfehlungen zur Verfügung stellen.

Absicherung sozialer Dienstleister

Soziale Dienstleister, die in der aktuellen Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können von ihren Auftraggebern in der Sozialversicherung Unterstützung bekommen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben dazu zentral ein digitales Antragsverfahren entwickelt, das über die Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung abgewickelt wird. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Landesverbände der DGUV.

Alle Seminare und Veranstaltungen der UK Sachsen fallen vorerst bis 31. Mai 2020 aus

Ihre Gesundheit und Sicherheit liegt uns besonders am Herzen, deshalb haben wir uns nach Bewertung der aktuellen Lage und reiflicher Überlegung entschieden alle Seminare und Veranstaltungen der Unfallkasse Sachsen bis vorerst 31. Mai 2020 abzusagen. Das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) hat darüber hinaus alle Fortbildungen für Lehrkräfte bis Schuljahresende untersagt.

Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald wir zum regulären Seminar- und Veranstaltungsbetrieb zurückkehren.

[Stand 2. April 2020]

Zur aktuellen Lage im Freistaat Sachsen

Die Sächsische Staatsregierung hat die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabes von Innenministerium und Gesundheitsministerium beschlossen. Der »Gemeinsame Krisenstab Infektionsschutz« vertritt alle Ministerien und kam am 18. März 2020 erstmals zusammen.

www.coronavirus.sachsen.de

Umfassend zum Thema informieren

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein.

Robert Koch-Institut (RKI): Coronavirus Disease 2019 (COVID-19)
Robert Koch-Institut (RKI): Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2
Rober Koch-Institut (RKI): Risikobewertung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Infektionsschutz in einer Mediathek zur Verfügung und liefert Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Informationen zum neuartigen Coronavirus
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), infektionsschutz.de: Infografiken, nach einfachen Regeln weiterverwendbar

Der Koordinierungskreis für Biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) der DGUV hat die 10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung aktualisiert und fortgeschrieben. Dieses Faltblatt informiert, was in den Betrieben festzulegen und zu veranlassen ist, wenn sich ein Krankheitserreger weltweit verbreitet. Das Faltblatt wird gemeinsam von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und dem Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI) herausgegeben.

10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung (DGUV): Information der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): Coronavirus Disease 2019 (COVID-19)

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht auf Anfragen rund um das Thema Arbeitsschutz und SARS-CoV-2 ein und hat häufig gestellte Fragen zusammengestellt.

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Antworten auf häufig gestellte Fragen zu SARS-CoV-2 im Gesundheitswesen, in Laboren und im Sozialwesen
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Neuartiges Virus SARS-CoV-2 (bislang 2019-nCoV) durch den ABAS in Risiko­gruppe 3 eingestuft

Empfehlungen für Sicherheit und Gesundheit

Gesundheitsdienst

Empfehlungen für Beschäftigte im Gesundheitsdienst, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

Empfehlungen für Labordiagnostik und gezielte Tätigkeiten mit SARS-CoV-2, Prävention: Technische Regeln und Schutzmaßnahmen (BGW)

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Tätigkeiten im Gesundheitswesen und in Laboren (BAuA)

Entsorgung

Empfehlungen für Unternehmen und Beschäftigte in der Entsorgung
Branchenseite für Entsorger, UK Sachsen

Homeoffice in Krisenzeiten

Einen kühlen Kopf bewahren und sich vor Ansteckung schützen ist das Gebot der Stunde. Was Betriebe und Beschäftigte tun können lesen Sie in den Beiträgen von topeins - Das Magazin für Führungskräfte:

Homeoffice in Krisenzeiten: Gut Führen aus der Ferne

Tipps für Führungskräfte: Beschäftigte stärken 

Homeoffice: Huch, alle weg?

Pandemieplanung: Für den Ernstfall gerüstet 

FAQ: Rechte und Pflichten in Pandemiezeiten

Coronavirus (COVID-19) und Unfallversicherungsschutz

Die COVID-19-Erkrankung stellt eine Allgemeingefahr dar.
COVID-19-Erkrankungen sind grundsätzlich keine Arbeitsunfälle.
COVID-19-Erkrankungen können die Voraussetzungen der BK 3101 erfüllen.

Informationsschrift Versicherungsschutz bei Corona-Infektionen (PDF)

Beschäftigten im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium, die an COVID-19 erkrankt sind, kann die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt werden, soweit hierfür die rechtlichen Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen. Die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 muss nachweislich beruflich erworben sein.

Beispiele für berufsbedingte Kontakte mit dem Coronavirus, die unter Unfallversicherungsschutz stehen:
  • Berufsbedingte Kontakte mit dem Coronavirus können zum Beispiel durch Kontakt mit infizierten Personen im Krankenhaus oder beim Transport von Infizierten im Krankenwagen stattfinden.
  • Weiterhin kann ein berufsbedingter Kontakt in Laboratorien erfolgen, in denen Verdachtsproben auf Erreger untersucht werden. In all diesen Fällen greift der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

In der aktuellen Situation kann es dazu kommen, dass die Versorgung der medizinischen Einrichtungen mit der notwendigen Ausstattung zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus (zum Beispiel geeignete Atemschutzmasken) nicht immer sichergestellt werden kann. Sollte in einer Einrichtung die notwendige Schutzausrüstung nicht vorhanden sein, schließt dies im Falle einer beruflich erworbenen Infektion den Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht aus.

Der Versicherungsschutz bleibt auch bestehen, wenn versicherte Personen bei ihrer Arbeit arbeitsschutzrechtliche Vorgaben oder die Hygieneregeln des Robert Koch-Instituts nicht beachten (zum Beispiel weil sie beim Umgang mit erkrankten Patienten keine der im Betrieb vorhandenen Atemschutzmasken oder Handschuhe tragen).

Unternehmerinnen und Unternehmer können eine Berufskrankheiten-Verdachtsanzeige stellen, wenn
  • Beschäftigte positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden und entsprechende Krankheitssymptome zeigen
  • der Infektionsweg über die berufliche Tätigkeit vermutet wird

Anzeige der Unternehmerin/des Unternehmers bei Anhaltspunkten für eine Berufskrankheit (PDF)

In krisenhaften Zeiten zeigt sich die Gesellschaft solidarisch und rückt näher zusammen. Das ist die andere, die positive Seite von Covid-19. In vielen Städten und Gemeinden organisieren die Kommunen inzwischen Hilfen für Menschen, die alleinstehend sind und zur so genannten Risikogruppe gehören. Denn sie können häufig nicht auf eine andere Art der Unterstützung zurückgreifen. Verantwortliche in Städten und Gemeinden organisieren Einkaufshilfen oder andere Unterstützungen.

Hierauf melden sich freiwillige Privatpersonen, Vereine, Parteien oder andere Organisationen und bieten ihre ehrenamtliche Mithilfe vor allem für ältere Menschen an. Teilweise organisieren Privatpersonen oder privatrechtliche Organisationen auch eigene Hilfsprojekte.

Wie steht es um den Versicherungsschutz, wenn diesen freiwillig Engagierten bei ihrem Einsatz oder auf den Wegen ein Unfall passiert?

  • Die genannten Hilfen unter Organisation/Auftrag der Kommune oder einer anderen Gebietskörperschaft stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.
  • Auch Mitglieder von Vereinen, Parteien oder sonstigen privatrechtlichen Organisationen, die ihre Unterstützung im Zusammenhang mit einer von einer Gebietskörperschaft organisierten Hilfsaktion anbieten, sind bei der jeweiligen Hilfsmaßnahme gesetzlich unfallversichert.
  • Ehrenamtliche Hilfsaktionen auf Eigeninitiative von Privatpersonen oder privatrechtlichen Organisationen stehen dann unter UV-Schutz, wenn sie an die Gebietskörperschaft herantreten und diese ihre ausdrückliche Einwilligung zum jeweiligen Projekt erteilt. Die Gebietskörperschaft übernimmt dann in unfallversicherungsrechtlicher Hinsicht die Verantwortung für das ehrenamtlich zu gestaltende Hilfsprojekt.
  • Die Unfallkasse Sachsen ist der zuständige Unfallversicherungsträger für die genannten Unterstützungsangebote. Der Versicherungsschutz ist für die Gebietskörperschaften und die betroffenen Menschen beitragsfrei.
  • Rechtsgrundlage bildet § 2 Abs. 1 Nr. 10a SGB VII, welcher u.a. die für Körperschaften des öffentlichen Rechts oder für privatrechtliche Organisationen ehrenamtlich im Auftrag einer Gebietskörperschaft oder mit deren ausdrücklicher Einwilligung Tätigen unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stellt.
  • Die Gewährung eines Aufwendungsersatzes steht der Annahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit nicht entgegen.

Informationsschrift Coronavirus und Versicherungsschutz für Helfende (PDF)

Bei Elterngruppen, die sich bilden, um eine gemeinsame Kinderbetreuung zu organisieren, können mangels versicherter Tätigkeit weder die Eltern, noch die Kinder unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz stehen.

Bei Mitnahme von Kindern an den Arbeitsplatz bzw. individuellen Betreuungsmaßnahmen durch den Arbeitgeber kann mangels versicherter Tätigkeit kein Unfallversicherungsschutz für die Kinder bestehen.

Bei Betreuung von Schülern allgemeinbildender Schulen durch eine andere Schule als der Stamm-Schule ist darauf zu achten, dass zur Generierung des UV-Schutzes eine Beauftragung zur Betreuung durch die Stamm-Schule erforderlich ist.

Bei Betreuung durch eine andere Kindertageseinrichtung (KiTa) als der Stamm-KiTa hat entweder eine Beauftragung durch die Stamm-KiTa zu erfolgen oder eine bewusste und gewollte Aufnahme in die neue KiTa als Gastkind.

Schüler im "Schüler-Home-Office" stehen wie bei der Erledigung von Hausaufgaben im häuslichen Wirkungskreis nicht unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz.

Wenn abhängig beschäftigte Mitarbeiter vor dem Hintergrund des Infektionsschutzes vom Arbeitgeber ins Home-Office geschickt werden, liegt insoweit eine betriebliche Vereinbarung vor, sodass für die betriebsdienlichen Tätigkeiten im Home-Office auch der gesetzliche Unfallversicherungsschutz gegeben ist.