Netzwerktag: Sifas & Betriebsärzte

Der Netzwerktag am 29. April 2020 ist abgesagt

Ihre Gesundheit und Sicherheit liegt uns besonders am Herzen, deshalb haben wir uns nach Bewertung der aktuellen Lage und reiflicher Überlegung entschieden alle Seminare und Veranstaltungen der Unfallkasse Sachsen bis vorerst 30. April 2020 abzusagen. Das betrifft auch den Netzwerktag für Sifas und Betriebsärzte, der für den 29. April 2020 geplant war. [Stand 13. März 2020]

Zwischenzeitlich können wir Ihnen einen neuen Termin bekannt geben: Der Netzwerktag findet am 14. Januar 2021 statt.

Neuer Termin:
14. Januar 2021
DGUV Congress Dresden

Erster branchenübergreifender
Erfahrungsaustausch für

  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifas)
  • Betriebsärzte und –ärztinnen
  • Koordinatoren für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Neue Kontakte sind die effektivsten, weil sie oft überraschende Perspektiven eröffnen. Tauschen Sie sich mit Branchen aus, an die Sie nicht gedacht haben, und finden Sie Partner in Regionen, die nicht auf Ihrem Radar lagen. Gewinnen Sie neue Ideen und Ansätze mit hohem Praxisbezug. Stärken Sie Ihre Rollenkompetenz in Recht und Technik. Profitieren Sie vom persönlichen Austausch von Experten für Experten.
Kurzum: Besuchen Sie den ersten branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch für Sifas und Betriebsärzte. Wir freuen uns auf Sie!

Netzwerken ist wie Billard: Sie spielen Ihren Ball gegen die Bande, von dort wird er an die nächste Bande geleitet, bis er irgendwann ins Loch trifft. Je gezielter Sie indirekte Kontakte nutzen, desto erfolgreicher werden Sie sein.

    Programm und Veranstaltungsanmeldung

    An dieser Stelle veröffentlichen wir vorläufig das Programm, das für den 29. April 2020 geplant war. Bitte haben Sie Verständnis, dass es durch die Terminverschiebung auch noch zu Änderungen im Programm kommen kann. Bitte melden Sie sich erneut für den Netzwerktag am 14. Januar 2021 an. Ihre Anmeldung für den 29. April 2020 kann nicht übertragen werden. Wir informieren Sie, sobald die Anmeldung möglich ist.

    Tagesablauf

    08.30 UhrAnmeldung und Kaffee
    09.30 UhrEröffnung (kleiner Saal, Haus 2)
    09.40 UhrArbeitsschutzorganisation auf dem Prüfstand, Prof. Dr. Thomas Wilrich
    11.10 UhrInfektionsschutz und arbeitsmedizinische Vorsorge
    12.00 UhrMittagsbüfett und Zeit für Gespräche
    13.00 Uhr5 themenbezogene Arbeitskreise, Workshops am Nachmittag
    14.15 UhrKaffeepause
    14.30 Uhr5 branchenbezogene Arbeitskreise, Erfahrungsaustausch
    16.00 UhrEnde

     

    Impulsvorträge

    Arbeitsschutzorganisation auf dem Prüfstand

    Prävention ist immer dann erfolgreich, wenn alle Akteure im System ihre Pflichten kennen, akzeptieren und erfüllen. Dazu verlangt der Gesetzgeber vom Unternehmer eine geeignete Organisation. Teil dieser sind Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte und Betriebsärztinnen. Sie müssen formale Beziehungen, Informationsflüsse und die Aufgabenverteilung im Arbeitsschutz erkennen und die Unternehmer und Unternehmerinnen dazu beraten.

    • Wer kann welche Pflichten wann, wie und auf wen übertragen?
    • Wer trägt welche Verantwortung bei aktivem Handeln oder Unterlassen von Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen eigener Befugnisse?
    • Welche Pflichten haben Beschäftigte?
    • Ist die Meldung an den Vorgesetzten tatsächlich haftungsbefreiend?

    Referent: Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Wilrich – Hochschule München

    Infektionsschutz und arbeitsmedizinische Vorsorge

    Für die einschlägigen impfpräventablen Infektionskrankheiten spielt die arbeitsmedizinische Vorsorge eine wesentliche Rolle.
    Seit Januar 2019 dürfen Betriebsärzte im Rahmen des Präventionsgesetzes Schutzimpfungen zu Lasten von gesetzlichen Krankenversicherungen erbringen; mit dem Ziel, die Impfquote in der Bevölkerung zu verbessern. Ab dem 1. März 2020 gilt für Kinder in Kitas und Schulen sowie Beschäftigte in Gesundheitseinrichtungen eine Impfpflicht gegen Masern. Weitere Änderungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) sind bereits geplant. Erfahren Sie Aktuelles zum beruflichen Infektionsschutz und den branchenbezogenen Regeln.

    Themenbezogene Arbeitskreise: Workshops ab 13.00 Uhr

    Stufe statt Sprosse. Sicherer Umgang mit Leitern (TRBS 2121)

    Ob durch Abrutschen, Wegrutschen oder Gleichgewichtsverlust: Leitern gehören leider zu den unfallträchtigsten Arbeitsmitteln. Die neue TRBS 2121 Teil 2 schafft klare Regelungen. Doch diese sorgen auch für Unsicherheiten. Was ist noch erlaubt, was soll die SiFa empfehlen? Ein ausgewiesener Experte der BG Bau antwortet.

    Referent: Joachim Maringer - BG Bau

    Schaden macht klug. Unfalluntersuchung und Fehlerkultur

    Unfälle werden oft auf das Fehlverhalten von einzelnen Personen zurückgeführt. Diese werden dafür zur Verantwortung gezogen. Doch oft liegt die Ursache im System. Fehler kann man daher als Fenster zum System und damit als Lernchancen verstehen. Durch eine intensive Aufarbeitung können Ursachen aufgedeckt und Standards verbessert werden. Eine solche Fehlerkultur kann entscheidend zur Verringerung von Unfallrisiken beitragen. Doch wie weise ich effektiv auf sicherheitswidriges Verhalten hin? Wie etabliere ich eine Fehlerkultur, die wertschätzend mit ihren Akteuren umgeht und auch Ihre Organisation sicherer und gesünder macht? Diese Fragen werden im Workshop diskutiert

    Referentin: Dr. Marlen Cosmar - Institut für Arbeit und Gesundheit Dresden

    Handlungsleitfaden zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Arbeitsbelastungen

    Das IFA-Branchenbild beschreibt die öffentliche Verwaltung als fordernden Dienst an schwieriger Kundschaft. Das Spektrum der steigenden Belastungen reicht von Arbeitsverdichtung über wachsende Verantwortung, Demografie, Flexibilisierung und Bewegungsarmut bis zur Gewalt. Im Rahmen einer GDA-Kooperation wurde der Handlungsleitfaden von 2008 gründlich überarbeitet und praktisch erprobt. Die Referentin hat als eine der Autorinnen dieses Werk mit viel Praxiswissen angereichert.

    Referentin: Doris Träger – Sicherheitsingenieurin der Landeshauptstadt Dresden

    Immer und überall: Mobile Arbeit als Herausforderung für Sicherheit und Gesundheitsschutz

    Heute gehen die meisten von uns noch ins Büro. Tragen wir künftig das Büro mit uns herum? Ständig erreichbar, immer und überall einsatzbereit? Mobiles Arbeiten bringt Unabhängigkeit und Eigenverantwortung mit sich aber auch neue Anforderungen und Belastungen. Stress und Burnout sind nicht selten die Folgen dieser Arbeitsweise. Worauf es künftig in Ihrer Beratungspraxis ankommt.

    Referentin: Dr. Christina Heitmann - Institut für Arbeit und Gesundheit Dresden

    Gut vorgesorgt. Notfallmanagement für berufsbedingte traumatische Ereignisse   

    Anschläge, Massenunfälle und Gewalt machen vor der Arbeitswelt nicht halt. Bedrohungen, Beschimpfungen, Tätlichkeiten sind auch in öffentlichen Dienstleistungen an der Tagesordnung. Die Folge: Traumatisierung im Berufsleben tritt immer häufiger auf. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz fordert Verantwortliche auf, sich diesem Problem zu stellen, konkrete Konzepte zu entwickeln und praxisrelevante Empfehlungen an die beteiligten Akteure auszusprechen. Ein Notfallmanagement strukturiert, was vor, während und danach zu tun ist - ein Erfahrungsaustausch und ein erster Einstieg.

    Referentin: Jana Tietze - UK Sachsen

    Hinweise zur Veranstaltung:

    Anfahrtbeschreibung DGUV Congress

    Ansprechpersonen:

    Frau Möhler
    Tel.: 03521 724-317
    veranstaltungen@uksachsen.de

    Frau Lehmann
    Tel.: 03521 724-304
    veranstaltungen@uksachsen.de