Gewaltprävention an Schule und Kita

Wo geredet wird, da fliegen keine Fäuste.

Unter diesem Motto bieten wir vier unterschiedliche Projekte zur Gewaltprävention an Schulen und Kindertageseinrichtungen an, die Konfliktbewältigungs- und Sozialkompetenz fördern sollen:

  • Kinder lösen Konflikte selbst
  • Ausbildung Schülerstreitschlichter
  • Kommunikations- und Konfliktlösetrainings
  • Berichte über Gewalt

Gewaltberichte touren wieder

"Berichte über Gewalt" ist ein Anti-Gewaltprojekt der Unfallkasse Sachsen, in dem fünf Personen über ihre Erfahrungen mit Gewalt erzählen - freiwillig oder als Bewährungsmaßnahme dazu verpflichtet. Es bietet 70 Minuten provokante, emotionale und authentische Konfrontation mit dem Thema Gewalt.

Die Unfallkasse Sachsen schickt auch 2019 wieder ihr Anti-Gewaltprojekt durch die Schulen des Freistaates. Ab sofort können sich Oberschulen, Gymnasien oder Berufsschulen bewerben. Die Kosten für Veranstaltung und Begleitmaterialien trägt die Unfallkasse Sachsen.

Schulen sollten über einen bespielbaren Raum für etwa 100 Schüler verfügen; eine erhöhte Spielebene wäre günstig. Der Antragsteller sollte die Auslastung für zwei Veranstaltungen pro Tag gewährleisten, wobei Kooperationen mit benachbarten Schulen möglich sind.

Von den Schulen erwarten wir engagierte Unterstützung bei der Organisation sowie Aufgeschlossenheit und Bereitschaft zur zeitnahen Nachbereitung des Themas. Schulen, die dieses Angebot in Projekttage oder Ähnliches integrieren, werden bevorzugt.

Termine:      

02. September 2019, Montag

03. September 2019, Dienstag

04. September 2019, Mittwoch

05. August 2019, Donnerstag

06. September 2019, Freitag

Die Bewerbungen müssen eine Selbstverpflichtung zur Nachbereitung enthalten und durch die Schulleitug autorisiert sein. Anmeldeschluss ist der 30. April 2019.

Wir fördern die Ausbildung von Konfliktbewältigungskompetenz

Seit  fast zwanzig Jahren unterstützt die Unfallkasse Sachsen verschiedene Projekte gegen Gewalt. Kindergärten, Schulen (alle Schularten) und Horte werden bei der Umsetzung finanziell unterstützt. Unsere Förderrichtlinie bildet  dafür die Grundlage.  

Wir überarbeiten die Förderrichtlinie: wichtige Information zur Antragstellung

Unsere Förderrichtlinie zur Gewaltprävention wird derzeit überarbeitet und ist ab 01.Januar 2020 in der neuen Fassung gültig.  
Für die rechtzeitige Planung Ihrer Projekte in 2020 finden Sie die neue Förderrichtlinie ab November 2019 auf unserer Homepage.
Projektanträge für 2020 können frühestens ab Dezember 2019 eingereicht werden.

Bereits begonnene (genehmigte) Projekte laufen nach bisherigem Prozedere zu Ende.
Anträge für Projekte im Kalenderjahr 2019 werden nicht mehr angenommen.

Konflikte konstruktiv und gewaltfrei lösen – das gelingt durch Mediation und diesen Ansatz kann man nicht früh genug erlernen! Das Bensberger Mediationsmodell ist ein erfolgreich erprobtes Konzept, nachdem Mediatoren mit 5- bis 10jährigen Kindern arbeiten. Dazu gibt es speziell für den Primarbereich geeignete Bausteine.

Das müssen Sie für die Projektarbeit leisten: Rahmenbedingungen

  • Das Projekt dauert 3 Jahre und ist in Zusammenarbeit Grundschule - Hort zu realisieren.
  • Ein Eigenanteil von 870,00 EUR für das gesamte Projekt muss von den Schulen getragen werden. Dieser Eigenanteil wird für Material (400,00 EUR), Koordinierungskosten (150,00 EUR) sowie einen pädagogischen Tag (mindestens 370 EUR) verwendet. 
  • Die restlichen Projektkosten, insgesamt 1800,00 EUR trägt die Unfallkasse Sachsen
  • Alle weiteren Informationen lesen Sie bitte in unserer Förderrichtlinie und unserer Projektinformation.

Interesse geweckt? So setzen Sie das Projekt bei sich um:

  • Gewinnen Sie Ihre Kollegen für das Projekt
  • Kontaktieren Sie einen Trainer aus unserem Trainerpool, klären Sie die Rahmenbedingungen und den Ablauf des Projekts  
  • Füllen Sie unseren Förderantrag aus und senden Sie diesen zusammen mit einem formlosen Schreiben
  • Melden Sie sich für den Basiskurs der Multiplikatoren an (zweimal zwei Tage zur Wissensvermittlung)
  • Planen Sie mit dem KLKS-Trainer eine Teamschulung (an Ihrer Schule)
  • Setzen Sie das Projekt in Ihrer Einrichtung in Zusammenarbeit mit ihrem KLKS-Trainer um

Das Projekt richtet sich an Schüler der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen. Der Schülerstreitschlichtung liegt die Philosophie der Gewaltprävention zugrunde, dass Schüler Schülern helfen, ihren Streit gewaltfrei zu lösen.

Von der Unfallkasse Sachsen werden die anfallenden Kosten für die Rahmenbedingungen der Schülerausbildung übernommen. Gefördert wird eine max. dreitägige Unterkunft im Schullandheim / Jugendherberge (Förderung für Übernachtungs- und Verpflegungskosten). Außerdem übernimmt die Unfallkasse Sachsen die Fahrtkosten sowie die Sachkosten mit 5,00 € pro Schüler (für Büromaterial, ohne Literatur und Technik). Nicht von der Unfallkasse Sachsen gefördert werden die ggf. anfallenden Honorarkosten für den Ausbilder. Aber in vielen Fällen erfolgt die Schülerausbildung durch geschulte Lehrer oder Erzieher der eigenen Einrichtung. Als Beleg für deren Qualifikation in Sachen Streitschlichtung ist dem Förderantrag eine Kopie des entsprechenden Zertifikats beizulegen. Außerdem bietet die Unfallkasse Sachsen jährlich für Lehrer ein dreitägiges Seminar zur Schülerstreitschlichtung an.

Die Finanzierung erfolgt mit dem Ziel der Implementierung einer langwährenden gewaltfreien Streitkultur mit Sozialkompetenz unter den Schülern. Das heißt, bei Ab- und Zugängen von Streitschlichtern kann die Schule erneut Fördermittel beantragen. Pro Kalenderjahr ist maximal eine Förderung möglich – und zwar in Höhe von maximal 1.500,00 €.

Allgemein-  und berufsbildende Schulen können die Förderung eines Kurz-Projektes zur Ausbildung und Stärkung  von Sozialkompetenz beantragen.

Damit werden Schulen unterstützt, bei denen soziale Konflikte bereits zu eskalieren drohen. Das konkrete Thema und die inhaltliche Zielsetzung des Projektes ist vorher durch die Schule mit dem Auftragnehmer, d.h. mit dem Ausbilder, eigenständig abzusprechen.

Anbieter für derartige Projekte an der Schule sind Ausbilder, die sich als kompetent für das Projektziel ausweisen (diesbezüglich bitte Kontaktaufnahme mit der Unfallkasse Sachsen, Frau Lehmann, Tel. 03521/724-304)

Die Projekte sind als eine „Einmal-Maßnahme“ nur für einige Projekttage ausgelegt und werden in der Regel im Klassenverbund durchgeführt. Die Antragstellung für die Honorarkosten erfolgt über die Unfallkasse Sachsen. Sie fördert das Projekt in der Regel mit einem Kostenanteil von bis zu 600. Euro. Der Restbetrag muss vom Schulträger  und / oder der Schule aufgebracht werden.

 

Förderrichtlinien und Anträge

Förderrichtlinie Gewaltprävention (in Überarbeitung)

Antrag Kinder lösen Konflikte selbst (in Überarbeitung)

Antrag Schülerstreitschlichtung (in Überarbeitung)

Antrag Kommunikations- und Konflikttraining (in Überarbeitung)

 

Ansprechpersonen:

für Antragstellung Fördergelder

Frau Lehmann
Tel.: 03521 724-304
lehmann.a@uksachsen.de

für Berichte über Gewalt

Herr Janz
Tel.: 03521 724-266
janz@uksachsen.de