Entsorgung

Aktuelles

topeins Ausgabe 03/2020

Die neue Ausgabe des topeins - Das Magazin für Führungskräfte - ist online.

Seminare und Veranstaltungen finden ab 1. September 2020 wieder statt

Sofern die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung in ihrer zu diesem Zeitpunkt gültigen Fassung es zulässt, werden die geplanten Seminare und…

i-Punkt Ausgabe 01/2020

Die neue Ausgabe i-Punkt 01/2020 ist online.


Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19-Erkrankungen

Empfehlungen für Sicherheit und Gesundheit

Wo es möglich ist, sollte man den Zugang zu Betriebsbereichen/Gebäuden für Kunden/Kundinnen sperren. Dort wo Kundenverkehr notwendig ist, müssen entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, zum Beispiel Abstandsregelungen und die Markierung von Abständen in Wartezonen. Um Anhäufungen von Kundinnen und Kunden zu vermeiden, sollte man gegebenenfalls die Öffnungszeiten erweitern. Soweit möglich, sollte man auf Unterschriften auf Dokumenten verzichten und den Zahlungsverkehr bargeldlos abwickeln. Im Kundenverkehr ist ein Kontaktschutz für Mitarbeitende sinnvoll, zum Beispiel durch Abschrankungen oder dem Aufstellen von Plexiglasscheiben.

Um direkte Kontakte zu reduzieren, hat es sich bewährt, Schichtarbeit oder versetzte Anfangszeiten einzuführen, bzw. Teams zeitlich versetzt beginnen zu lassen. Einige Unternehmen sind dazu übergegangen, ganze Betriebsstätten oder Niederlassungen in Gruppen aufzuteilen und versetzt arbeiten zu lassen. Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, Teams in kleinere Gruppen aufzuteilen.

Die Mitarbeitenden sollten das Betriebsgelände erst unmittelbar vor der Arbeit betreten und danach unmittelbar verlassen. Das Zusammentreffen mehrerer Teams (z. B. zu Pausen oder Besprechungen) sollte während der Coronakrise nicht zugelassen werden. In den Pausen sollten die Mitarbeitenden Abstand voneinander halten. Im Zuge der Kontaktvermeidung ist es ratsam, dem Fahrpersonal den Zugang zur Disposition zu untersagen.

Es sind außerdem Regelungen für die Nutzung der Umkleide- und Duschräume zu treffen, mit dem Ziel, dass sich verschiedene Teams und Gruppen dort nicht treffen. Den Beschäftigten zu gestatten, den Kleidungswechsel und die Körperhygiene (Duschen) nach der Arbeit nach Hause zu verlagern, ist nicht angezeigt.

  • Den Start der Fahrzeuge entzerren, um gleichzeitige Anwesenheit auf dem Betriebshof/Begegnungen zu verringern.
  • Nach morgendlicher Ankunft gleich zum Fahrzeug, kein gemeinsames Frühstücken oder Kaffeetrinken mit den anderen Besatzungen.
  • Im Regelfall fährt der Lader während der Sammlungsfahrt auf dem Trittbrett mit. Das reduziert zumindest die Ansteckungsgefahr.
  • Bei Mitfahrt im Fahrerhaus Kommunikation auf das unbedingt notwendige einschränken. Das dürfte bei 1+1-Besatzung möglich sein, erfordert aber Disziplin. Bei notwendiger Kommunikation nach Möglichkeit nicht in Richtung des Gesprächspartners wenden.
  • Bei Mitfahrt im Fahrerhaus möglichst oft lüften.
  • Das Fahrzeug regelmäßig mit geeigneten Mitteln (fettlösende Haushaltsreiniger /Spülmittel) reinigen/desinfizieren, insbesondere bei schichtweiser Nutzung eines Fahrzeugs durch verschiedene Fahrer.
  • Bei größeren Besatzungen, d. h. 1+2 eventuell rotieren. Während der Fahrt zur Entladestelle nur den Einweiser mitnehmen. Der dritte Lader muss im Revier bleiben.
  • PSA (Mund-Nasen-Schutz/Atemschutz) halten wir für unpraktikabel, weil das Risiko einer Kontamination durch Fehlanwendung (Verschleppung von Keimen beim Anlegen der PSA) besteht. Beim ungeübten Anlegen der Maske kommt es zu unnötigen Berührungen im Gesichtsbereich oder Verschmutzung der Maske.
  • Spezielle Schutzausrüstung für die Atemwege bei der Ladetätigkeit (wie z. B. Mundschutz) ist nicht zweckmäßig, da es sich um eine körperlich anstrengende Arbeit handelt und, wie bei der vorhergehenden Frage dargelegt, Fehlanwendung zu erwarten ist.
  • Die Möglichkeit der Händereinigung unterwegs sicherstellen (Wasserbehälter mit Zapfhahn, Flüssigseife, Einmalhandtücher).
  • Deckel der Abfallsammelbehälter geschlossen halten. Nicht in die Behälter greifen.
  • Abfälle nicht anfassen, Heruntergefallenes mit Schaufel oder Greifer bewegen.
  • Möglichst von Personen fernhalten.
  • Hygienemaßnahmen beachten bezüglich möglicher Kontaktflächen (Fahrzeuginnenraum, Türgriffe), z. B. Reinigung mit fettlösenden Haushaltsreinigern/Spülmittel. Diese sind aufgrund eines zusätzlichen mechanischen Effekts zur Inaktivierung und Entfernung von Coronaviren geeigneter als reine Desinfektionsmittel. Hierbei sollten getränkte Einmaltücher genutzt werden. Wenn die Reinigung mittels Eimer und Wischlappen erfolgt, muss danach das Wischwasser und der Lappen gewechselt werden.
  • Von Isopropanol bzw. Ethanol enthaltenden Desinfektionsmitteln sollte man besonders im Fahrerhaus absehen, da dadurch zündfähige Gemische entstehen könnten, die sich z. B. beim Anzünden einer Zigarette entzünden könnten. Auch von der Reinigung mit chlorhaltigen Reinigungsmitteln wird abgeraten. Hier besteht die Gefahr, dass sich in Kombination z. B. mit Essigreiniger Chlorgas bilden kann.
  • Grundsätzlich Handschuhe ausziehen vor dem Einstieg ins Fahrerhaus und diese, wenn möglich, nicht mit ins Fahrzeug nehmen.
  • Türinnengriffe grundsätzlich nicht mit Handschuhen anfassen.
  • Schwarz-/Weißtrennung unbedingt weiterhin einhalten! Nicht mit der verschmutzten Arbeitskleidung nach Hause fahren.
  • Zeitliche Abstände zwischen Fahrzeugbesatzungen beim Aufenthalt im Schwarz-/Weiß-Bereich einführen.
  • Duschen mit Seife ist in der jetzigen Situation weiterhin dringend zu empfehlen und der beste Schutz gegen das Virus.
  • Zugang zu den Duschen unter Berücksichtigung der Abstandsregelungen begrenzen.
  • Generell Abstand (min. 1,5 bis 2 Meter) voneinander halten.
  • Kontakte minimieren, Abstände für Wartende ermöglichen.
  • Eingänge papierlos behandeln.
  • Erforderliche Ausstattung zur Verfügung stellen (z.B. Eingabestifte für Touchscreen- Geräte).
  • Regelmäßige Reinigung von Touchscreens bei automatischen Waageeinrichtungen.
  • Die notwendige Nutzung von Sanitäreinrichtungen durch Fremdpersonal nach Möglichkeit über mobile Einrichtungen gewährleisten, die auch die Möglichkeit bieten, die Hände zu reinigen.
  • Wenn aufgrund der örtlichen Gegebenheiten Abstände nicht eingehalten werden können und Kontakte nicht reduziert werden können, muss über eine Schließung nachgedacht werden.
  • Prüfen, ob Betrieb zeitweise unterbleiben kann.
  • Die Besetzung verringern, Abstände vergrößern.
  • Händehygiene ermöglichen, Reinigungsmöglichkeiten in Kabinennähe.
  • Die Handschuhwechsel-Frequenz erhöhen.
  • Der Handkontakt zu Abfällen muss unbedingt vermieden werden. Bei der Leerung sollten passende Hilfsmittel eingesetzt werden.
  • Schutz vor Schmierinfektionen bietet regelmäßiges Händewaschen (PDF) bzw. Desinfektion der Hände.
  • Zur Vermeidung direkter Kontakte sollte die gleichzeitige Anzahl der Kunden/Kundinnen auf dem Hof begrenzt werden.
  • Gegebenenfalls Öffnungszeiten erweitern (Entzerrung) und dies kommunizieren.
  • Abstände vor dem Kassenhäuschen ermöglichen; Einweiser halten Abstand zu den Einliefernden.
  • Bei der Schadstoffannahme Abstandsregelungen treffen und durch Markierungen verdeutlichen; Kunden/Kundinnen und Beschäftigte sollten sich nicht gleichzeitig im Annahmebereich aufhalten.

Das Robert Koch Institut gibt zur Entsorgung von Abfällen, die mit Sekreten oder Exkreten kontaminiert sind, folgende Empfehlung:  Die Entsorgung erfolgt nach folgenden Abfallschlüsselnummern (ASN):

  • Aus Haushalten immer Restabfall ASN 20 03 01.
  • Aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, die nur „in sporadischen Einzelfällen“ entsprechend infizierte/erkrankte Patienten behandeln, z.B. Hausarztpraxen, ASN 18 01 04; gemäß Richtlinie der LAGA Nr. 18.
  • Aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, die entsprechend infizierte/erkrankte Patienten „schwerpunktmäßig behandeln“, z. B. Isolierstationen der Krankenhäuser, ASN 18 01 03*; gemäß Richtlinie der LAGA Nr. 18.

Der Verband Kommunaler Unternehmen hat die Empfehlung in einer Sonderinformation  (PDF) unter Punkt drei konkretisiert.

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung BAM hat Festlegungen für die Beförderung von medizinischen Abfällen getroffen, von denen bekannt oder anzunehmen ist, dass sie mit dem Coronavirus kontaminiert sind. Die Allgemeinverfügung (31.03.2020) Nr. D/BAM/ADR Aktenzeichen 3.2/012020 Rev. 1 (Link) aktualisiert die Anforderungen für die Beförderung in loser Schüttung von UN 3291 (medizinischer Abfall) nach VC 3 gemäß 7.3.3.1 ADR (VC 3: Beförderung in loser Schüttung in besonders ausgerüsteten Fahrzeugen und Containern). Unter anderem sind die erforderlichen bauartbedingten Eigenschaften der Container aufgeführt sowie die Vorgaben, wie flüssige Stoffe und scharfe Gegenstände zu handhaben sind und die Pflicht, Container auf möglicherweise ausgetretenes Ladegut zu untersuchen.

Das  Bundesamt für Güterverkehr hat eine Übersicht über die straßengüterverkehrsrechtlichen Ausnahmeregelungen aufgrund Covid-19 erstellt. Hier gelangen Sie zur aktuellen Version der Übersicht. Der Einsatz von Fahrern, die nicht über eine gültige Berufskraftfahrerqualifikation (Schlüsselzahl „95“) verfügen, weil sie die erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen aufgrund der aktuellen Umstände nicht absolvieren konnten, wird durch das Bundesamt für Güterverkehr derzeit grundsätzlich nicht beanstandet.


Präventionsleistungen

Unsere Aufgabe: Prävention mit allen geeigneten Mitteln.

Wir sorgen für die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und für eine wirksame Erste Hilfe. Nachhaltig und praxisnah gelingt Prävention durch die Beratungs- und Überwachungstätigkeit unserer Aufsichtspersonen und ein umfangreiches Seminar-, Projekt- und Informationsangebot.

  • Abfallsammlung, Abfallbehandlung und -umladung
  • Stadtreinigung, Wertstoffhöfe
  • Deponien einschließlich Nachsorge
  • Beratung zu Fragen von Sicherheit und Gesundheit
  • Bauberatung bei Neubau und Sanierung/Modernisierung zu Sicherheit und Gesundheit für die Beschäftigten

Seminare

Zum aktuellen Fortbildungsangebot

Weiterführende Links:

Ansprechpersonen:

Herr Rudolph
Tel.: 03521 724-312
rudolph@uksachsen.de
Aufsichtsbereich: PLZ 01 - 02

Herr Karstädt
Tel.: 03521 724-285
karstaedt@uksachsen.de
Aufsichtsbereich: PLZ 04, 07 - 09