Feuerwehr: Projekte

Unfallkasse Sachsen fördert die Beschaffung von Baumbiegesimulatoren

Jedes Jahr kommt es nach Windbruch zu zahlreichen Unfällen beim Einsatz von Motorsägen und bei den Aufräumarbeiten. Allein am 18. und 19. Januar 2018 wurden 27 Unfälle von Feuerwehrangehörigen infolge Einsatz bei Sturmschäden in Sachsen angezeigt. Baumstämme, die unter Spannung stehen, bergen ein besonderes Gefahrenpotential. Auch im Umgang mit Motorsägen erfahrenen Einsatzkräften fällt es nicht leicht, die Spannungsverhältnisse von gestürzten Bäumen richtig einzuschätzen.
Bäume, die verkeilt und verspannt sind oder auch nur ungleichmäßig im Gelände aufliegen, verhalten sich beim Sägen entscheidend anders als Bäume ohne Spannung. Die Masse des Holzes bewegt sich bei einem Bruch mit großer Wucht und ohne Kontrolle - gefährlich für alle Personen die sich in der Nähe aufhalten. Für den Motorsägenführer ist es in solchen Situationen höchst wichtig, die Verhältnisse richtig einzuschätzen, um sich vor Unfällen zu schützen. Eine anforderungsgerechte Ausbildung in der Feuerwehr sowie der Vermittlung wichtiger Fähigkeiten und Fertigkeiten beim Einsatz von Motorsägen ist für die Sicherheit und Gesundheit von Feuerwehrangehörigen von elementarer Bedeutung. Dies möchte die Unfallkasse Sachsen im Rahmen eines Präventionsprojektes unterstützen.

UK Sachsen - Förderrichtlinie zur Beschaffung von Baumbiegesimulatoren (PDF)

Ansprechperson:

Herr Roitzsch
Tel.: 03521 724-321
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Unfallkasse Sachsen unterstützt Einsatznachsorgeteam des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen e.V.

Wie aus den Berichten der Medien in jüngster Vergangenheit und den daraus resultierenden politischen Diskussionen bekannt wurde, werden immer mehr Helfer selbst Opfer von Gewalttaten bzw. haben psychische Probleme in der Verarbeitung des Gesehenen bzw. Erlebten im Kontext von belastenden Großschadensereignissen, Notfällen bzw. Einsatzsituationen. Um die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren nach diesen belastenden Ereignissen zu unterstützen, wurde von Landesfeuerwehrverband Sachsen e.V. das Einsatznachsorgeteam gegründet. Diese ausgebildeten Personen sind ehrenamtlich tätig und stehen den Feuerwehrangehörigen unmittelbar nach belastenden Ereignissen bei der Verarbeitung dieser zur Verfügung. Dieses Angebot ist freiwillig und für jede Feuerwehr bzw. deren Angehörige zugängig.

Ziele dieser Erstbetreuung sind Prävention und Früherkennung von psychosozialen Belastungsfolgen nach belastenden Notfällen bzw. Einsatzsituationen, Bereitstellung adäquater Unterstützung und Hilfe für betroffene Personen und Gruppen zur Erfahrungsverarbeitung sowie die rechtzeitige Sicherstellung einer angemessenen Behandlung von psychischen Gesundheitsstörungen.

Positiver Zusatzaspekt dieser Verfahrensweise ist, dass in einer Vielzahl der Fälle dieses unterschwellige Hilfsangebot ausreicht und damit kostenintensive Behandlung vermieden werden. Aber selbst wenn dieses nicht gelingt, ist sichergestellt, dass Betroffene unverzüglich der Unfallkasse Sachsen gemeldet werden. Damit kann sofort die Behandlung durch die im Psychotherapeutenverfahren tätigen Psychotherapeuten eingeleitet werden.

Die Unfallkasse Sachsen gibt finanzielle Unterstützung, indem die anfallenden Fahrtkosten für Fahrten zur Aus- und Weiterbildung, zur Prävention und zu Einsätzen von ehrenamtlichen tätigen Mitgliedern des Einsatznachsorgeteams (ENT) übernommen werden.

Wir alle wollen langfristig leistungs- und arbeitsfähig, engagiert und zufrieden bei der Arbeit bleiben. Damit das gelingen kann, müssen die Potentiale für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb gestärkt und die Risikofaktoren reduziert werden – ein Ansatz, von dem alle profitieren. 

Das neue Projekt der Unfallkasse Sachsen startet offiziell im Januar 2020. Unter Projekte können Sie mehr erfahren.